Gut vorbereitet ging der TTV in das Spiel gegen den Absteiger aus der 1. Pfalzliga der Saison 2015/16. Mit dabei war natürlich wieder die Playlist von DJ Joni, welche schon zu einer Art Ritual vor Spielen der Ersten geworden ist. Als Zuschauer sorgten Dieter, Niko, die Familie Müller und Judith, die für die Mannschaft Schokoküsse mitbrachte, für Unterstützung.
Die Gäste mussten zwar auf ihren an Position 2 gesetzten Helmuth Biernoth verzichten, jedoch zeigte sich im Laufe der Partie, dass man die nette Mannschaft aus Wörth keineswegs unterschätzen durfte.
Denn genau das zeigte bereits das erste Doppel, in dem nach gewonnenem ersten Satz für unser Spitzendoppel Sebbi/ Andy, 3- mal in Folge zu 9 für Dr. Richard/ Friesen auf dem Zählgerät stand. Im zweiten Doppel lief es für Leon und Gerd anfangs durchwachsen, doch als Leon bemerkte, dass Sebbi und Andy den ersten Satz für sich entscheiden konnten, fielen bei ihm sämtliche Schweißperlen von der Stirn. Er gewann zusammen mit dem sehr gut aufspielendem Gerd die folgenden 3 Sätze gegen das eingespielte Doppel Wilhelms/ Schweyda. Das dritte Doppel verlief etwas klarer zu Gunsten von Jonas und Joni, jedoch kann man an diesem Abend in fast keinem Spiel von „klar“ sprechen. Dann folgten die ersten Einzel, die den ganzen Spielverlauf symbolisierten. Sebi konnte gegen Dr. Richard, die ersten beide Sätze gewinnen, musste jedoch am Schluss seinem Gegner nach eigenem Matchball zum Sieg gratulieren. Auch Leon führte mit 2:0 in Sätzen gegen den Wilhelms, der immer besser ins Spiel fand und im fünften Satz noch knapp seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Das dritte Einzel zwischen Andy und Schweyda ging auch über die volle Distanz, und wie so oft im Tischtennis, siegte der, der sich in der Verlängerung des fünften Satzes mehr zutraut und angreift. Das tat der junge Wörther, welcher das dritte Einzel im fünften Satz für sein Team ermöglichte. Dem musste ein Ende gesetzt werden und wer kann das besser als Gerd, welcher in einem weiteren packenden 5- Satz- Spiel gegen Ritter die Nerven behielt. Jonas gewann sein Match in 4 Sätzen, nachdem er im ersten Satz auf die knallharten Schüsse vom Ersatzmann Friesen ratlos war. Ein von Höhen und Tiefen geprägtes Spiel von Joni gegen den Abwehrer Pham fand am Ende von 5 Sätzen den glücklicheren Sieger aus Wörth.
Im zweiten Durchgang musste also der Rückstand von 4:5 aus dem ersten Durchgang aufgeholt werden, und das tat Sebi in einem grandiosen Spiel gegen Wilhelms, welcher sich zwischenzeitlich nicht anders zu helfen wusste, als einen „Around the net shot“- (einen Ball um das Netz spielen) zu machen. Es war das erste 5-Satz-Spiel, das nicht mit 2 Punkten im Entscheidungssatz entschieden wurde. Den Schwung galt es mitzunehmen, und diesen nutze Leon um wieder eine 2:0 Führung zu erkämpfen. Als das Spiel im 4. Satz zu kippen drohte, und Dr. Richard immer besser in sein gewohntes Angriffsspiel kam, musste Leon nach seinem knappen Erfolg im 4. Satz erstmal kräftig durchatmen. Andy fand gegen den an Position 3 spielenden Ritter kein Konzept und zog daher im vierten Satz hauchdünn den Kürzeren. So stand es nach 3 Stunden gerade einmal 6:6 und ein Sieger war bei diesem mitreißendem Spiel wirklich noch nicht auszurechnen. Es hätte auch keinen Sieger verdient gehabt, meinte Joni, der besonders auf das hohe Spielniveau an diesem Abend verwies. Doch nun folgte Gerd, der mit seinem Störspiel und knallharten Gegenschüssen den jungen Schweyda nicht ins Spiel kommen ließ und siegte verdient mit 3:1. Im hinteren Parkkreuz machte Jonas im Spiel gegen Pham auf seine Stärke aufmerksam und gab in 3 Sätzen insgesamt nur 10 Punkte ab. Die 8:6-Führung der Mannschaft machte Joni gegen Friesen selbstsicher, der dem Spiel nach 4 Sätzen mit einer knallharten Rückhand-Peitsche (Rückhand-Topspin) ein Ende bereitete. Nach 3 Stunden und 45 Minuten stand also der TTV als Sieger fest, was die Mannschaft mit einem fast schon nächtlichem Essen im Poseidon feierte.
Das nächste Spiel der 1. gegen den TTV aus Otterstadt findet in der Neustädter Böbig-Halle statt.
Als Ziel hat man sich vorgenommen, weiterhin so locker, gepaart mit endloser Motivation, zu spielen.ttx

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