Was gestern Abend in der waldfischbacher Bruchwiesenhalle passierte, realisierte unsere erste Mannschaft erst so richtig als die Sonne am Folgetag in Neustadt wieder aufging. Die ganze Nacht durch feierten die TTVler die erfolgreiche Saison und den Gewinn des Aufstiegsspiels gegen die SG Waldfischbach.

14 Stunden zuvor konnten Sebbi, Leon, Andy, Gerd, Jonas und Joni davon nur träumen, befanden sie sich doch auf der Hinfahrt zum Spiellokal. Auf der nicht enden wollenden Reise durch die Tiefen des Pfälzer Waldes war die Spannung und die Lust auf das Saisonfinale annährend greifbar. In der Halle angekommen empfingen uns die sympathischen Waldfischbacher, die Zuschauerränge füllten sich und los gings.

Zu Beginn gab es erst mal einen Dämpfer für die Neustadter. Von drei Doppeln konnten nur Leon und Gerd ihres gewinnen, Sebbi und Andy fanden gegen unbequeme Noppen zu spät ins Spiel und auch das Duo Jonas/Joni musste sieglos die Platte verlassen. Dann folgten die Einzel. Sebbi spielte gegen den starken Mario Lelle phasenweise durchschlagskräftig, schaffte es aber nicht in ganzer Konsequenz das druckvolle Spiel aufrechtzuerhalten und unterlag im Entscheidungssatz.

Jetzt stand es 1:3. Die immer lauter werdenden Zuschauer in der brechend vollen Halle machten ordentlich Stimmung für die Hausherren doch das Team blieb wie schon in der kompletten Spielsaison fokussiert und kampfeslustig. Da kam Leons Auftritt gerade Recht. Der Youngster ließ dem Frontmann der Waldfischbacher Markus Letzelter keine Chance ins Spiel zu kommen.Variablen Aufschlägen ließ Leon platzierte Rückschläge und anschließend harte Spins folgen. Auch Andy konnte am Nebentisch mit kontrolliertem Spiel die Oberhand behalten, siegte mit 3:1 gegen Peter Baumann und der vorläufige Ausgleich zum 3:3 war geschafft.

Gerd lieferte sich gegen Dominik Demmere eine wahres Offensivspektakel. In begeisterter Erwartung auf den Rückschlag verzichteten beide auf kurze Aufschläge und hämmerten dem Kontrahenten einen Schuss nach dem anderen ins Eck, welcher dann wieder geblockt wurde um zur nächsten Salve nachzuladen. Dem Waldfischbacher gelang dies öfter und er gewann die Partie.

Ein Knackpunkt des gesamten Spiels könnte das Spiel von Jonas gegen Florian Fischer gewesen sein. Jonas wehrte in stoischer Ruhe zahlreiche Satzbälle ab und holte ein ums andere mal einen hohen Rückstand auf. Je enger der Satz, desto besser wurde Jonas und so holte er mit einem 3:2-Sieg den nächsten Punkt für Neustadt. Der Waldfischbacher hatte den Sieg schon auf dem Schläger. In der Nebenbox kämpfte sich Joni in das Spiel gegen die Noppen von Bernd Kesselring. Fast jeder Satz wurde in der Verlängerung entschieden, im Schlusssatz jedoch spielte Bernd stark auf und zwang Joni zu etlichen Fehlern. Zwischenstand 4:5.

Dieses Spiel war eine verdammt enge Kiste, Zeit zum Verschnaufen blieb jedoch keine. Im zweiten Durchgang schafften es erst Sebbi und dann auch Leon ihr druckvolles Angriffsspiel den Gegnern aufzuzwingen und siegten gegen beide Spitzenspieler aus Waldfischbach. Mit diesen Siegen im Rücken forderten Gerd und Andy das mittlere Paarkreuz heraus, wobei Dominik Demmere auch gegen Andy mit starkem Offensivspiel erfolgreich war während Gerd Peter Baumann besiegen konnte. Jetzt war es dem hinteren Paarkreuz vorbehalten, den Sack zu zu machen. In ganz starker Manier setzte sich Joni gegen Florian Fischer in Szene und gewann mit 3:1. Alle Augen waren nun auf die Partie von Jonas gegen Bernd Kesselring gerichtet und dort war es spannend. Nach anfänglich zörgerlichem Spiel setzte Jonas alles auf eine Karte und zog Topspin um Topspin gegen die Noppen. Dies zeigte Wirkung. Jonas siegte und das gesamte Spiel war mit 9:6 gewonnen. Nach dem entscheidenden Punkt löste sich alle Anspannung und die Spieler lagen sich in den Armen.

Generell wurden alle Spiele auf sehr hohem Niveau geführt und auch Waldfischbach hätte gewinnen können. Engagiertes Coaching, heißes Anfeuern und die gesunde Mischung aus jugendlicher Energie und langjähriger Erfahrung im Team beflügelten jedoch die Neustadter.

Der Abend wurde aber erst dann perfekt, als unter der Dusche per Nachricht übermittelt wurde, dass auch die zweite Mannschaft ihr Aufstiegsspiel zeitgleich gewonnen hat. Gefeiert wurde natürlich gemeinsam. What a night …

 

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